January 2008
Ich weiß nicht, warum mir Kuntz so sympathisch ist. Das war er schon damals, bei Lautern: Seine Unaufgeregtheit. Seine Eleganz. Seine Intelligenz. Und sein Humor. Die Unaufgeregtheit ist bei Bochum ja sehr gut aufgehoben, seine Intelligenz hat er eben da unter Beweis gestellt, und sein Humo, ja, hören Sie selbst:
Es gibt ja den alten Witz [...]
Der Kicker mal wieder. Zentralorgan der Deutschen Fußball-Szene hieß das früher mal. Heute heißt das: eine einzige Zumutung. Besonders schön:
Am gestrigen Mittwoch einigte sich Carl Zeiss kurzfristig mit Kosi Saka (21). (…) Erst im Sommer war der Fußball-Deutsche ablösefrei von Borussia Dortmund an die Elbe gewechselt.
So, der Fußball-Deutsche. Vielleicht ist das sowas wie ein Sudetendeutscher, [...]
Wenn in zehn oder sechzehn oder vierhundertzweiundvierzig Jahren der erste Weltmeister aus Afrika kommen wird (oder eigentlich eher: da sein wird, weil um eine WM zu gewinnen, muss man ja vorab anreisen und ist dann da für vier Wochen oder kürzer), steht in deutschen Sportteilen (falls die nicht alle das Internet gefressen hat, das böse [...]
Steht da [Update: Stand da]. Anfangs hab ich mich auf ein Ristic-Interview gefreut, war aber etwas irritiert, denn Ristic spricht durchaus in Fragezeichen. Also, man kann, wenn Ristic einen seiner Sätze beendet, durchaus unterscheiden, ob es sich um einen Frage- oder aber um einen Aussagesatz handelt, denn interogativ oder deklarativ, alles eine Frage der Tonhöhe. [...]
Ach, und übrigens: Es gibt da jetzt so ne Lesereihe von und mit mir. Und von und mit anderen natürlich auch. Hat aber nichts mit Fußball zu tun.
Auch mal zur Erklärung, warum hier nicht allzuviel los ist die letzte Zeit. Kann ganz schön anstrengend sein, so ne Winterpause.
Ich komm noch nicht mal vernünftig zum Afrika-Cup [...]
(antizyklisch schreiben: auch mal spät dran sein, viel zu spät)
Matthäus ist ja, wie im Grunde genommen jede Witzfigur, eine traurige Gestalt, weswegen es gut passt, dass mir immer und immer der Satz von Coluche in den Sinn kommt, meldet er (Matthäus, nicht Coluche) sich (selbst) mal zu Wort:
(Matthäus ist der beste Beweis für die Grundthese [...]
Klinsmann interessiert mich nicht, Testspiele interessieren mich nicht, Van der Vaart interessiert mich nicht, Lehmann kaum. Innere Winterpause, so ist das. Oder fast: Ich kuck lieber alte Super8-Filme von kickenden Neuköllnern. Viel Spaß.
mehr oder weniger via
[via]
Man kann es auch so ausdrücken: Jens Lehmann ist ganz gut im sich Verzetteln.
Ich geb ihm acht Monate. Plusminus.
Den Titel hab ich übrigens hier geklaut.
Die lustig-lilanen Trantüten und den ewigen Verlierer Tasmania hat Steffi zwar vergessen, aber sonst hat sie wohl Recht. Und das sag ich auch deswegen, weil es mir bisher gar nicht so sehr aufgefallen ist:
Und es ärgert, ärgert und ärgert mich, dass die Berliner Presse auf ihren Nicht-Sportseiten, also jenseits der Tabellen, über exakt drei Kategorien [...]
Glück gehabt: Gibt keinen Autor, der hier Wolfsburg betreut. Also auch keine Häme.
Sagt Falk Lueke. Und ich frage mich: gibt es Wolfsburger Fußballblogger? Und wenn nein, warum fehlt mir das Gefühl, das Gefühl zu haben, dass man auf etwas ganz hervorragend verzichten könnte (und es doch nicht tut)?
Nobody told you it would be easy.
Damals, ich war siebzehn, hat mir einer das Knie übers Knie gebrochen. Unschön, sowas. Die Bänder sahen aus wie ein Teller Tagliatelle carbonara, das Ei war übrigens der Knorpel. Jedenfalls: Krankenhaus, besorgte Gesichter (Tut’s weh? - Ja, verdammt.), Radiologie, besorgte Gesichter (Tut’s weh? - Machense hinne.), Radiologe, besorgtes Gesicht (Tut’s weh? - Scheißen Pferde?), und [...]
Schon so einiges an vielversprechenden Abendunterhaltungen erfuhr Irritationen, weil ich, unter lauter Musikern und sonstigen Freigeistern, nach dem dritten Bier nicht mehr in der Lage bin zu verstehen, dass Tape und Band jenseits der Fußballwelt überhaupt eine Bedeutung haben könnten, also Homonyme sind, oder vielleicht auch Polyseme. Ich bin da unbelehrbar: Es gibt keine mixtapes. [...]
Eigentlich kann Murat Dogan, Trainer der C-Mädchen von Türkiyemspor und Mitglied des Fördervereins, das Wort “Integration” nicht ausstehen. Hierzulande wird darunter oft eine einseitige Anpassung verstanden, ohne eigene kulturelle Werte einbringen zu dürfen. “Dabei ist es unmöglich, sich einen Teil abzuhacken und zu sagen: Ich bin jetzt Deutscher.” Fällt ihm eine bessere Bezeichnung ein? “Interkulturelle [...]
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